Kommentare …

… erwünscht, ganz ehrlich!

Ja, ich würde mich wirklich freuen, hier mal wieder ein paar Kommentare vorzufinden – selbst dann, wenn sie kritisch sind. ;-)
Rückmeldungen zur AGGRO-Lehrerin zum Beispiel. Müssen auch keine wortgewaltigen Rezensionen sein.

Ich sag jetzt einfach schon mal DANKE IM VORAUS und wünsche LeserInnen und Blog-BesucherInnen alles Gute für 2013.

Ferien!

Dieses Wort ist so wunderbar magisch. Und das Wunderbarste ist der letzte Schultagsnachmittag, an dem die Ferien noch kein bisschen angeknabbert sind.Genau  den haben wir JETZT! Wohlfühlmoment pur!

Das Einzige, was ein bisschen Unruhe in den Entspannungsmodus meines Hirns bringt, ist die Erinnerung an den Vormittag. Waren doch ziemlich viele Kerzen an – beim weihnachtlichen Zusammensein. Werden doch wohl alle wirklich aus gewesen sein, als ich das Klassenzimmer verlassen habe!
Dabei weiß ich ganz genau, dass ich mehrmals kontrolliert habe. Aber die Schreckensvision einer Schlagzeile à la “Lehrerin fackelt Schule ab” wird mich noch eine Weile begleiten – so gut kenne ich mich. Einmal habe ich von daheim den Hausmeister angerufen, weil ich zwar fast 100-prozentig sicher war, die Kerzen des Adventskranzes kontrolliert zu haben, aber das “fast” machte mir derart zu schaffen, dass … Jaja, sie waren aus!

Heute habe ich eine witzige Beobachtung gemacht. Im ganzen Klassenzimmer waren Teelichte verteilt und es sah wirklich stimmungsvoll aus. Die Mädchen hatten selbst dekoriert und begnügten sich nun mit der schönen Atmosphäre, kicherten ein bisschen und steckten die Köpfe zusammen. Die Jungen sahen die Illumination ein wenig ratlos an und huben innerhalb kürzester Zeit – jeder für sich und komplett unabhängig voneinander – zu Experimenten an. Steckten die Finger in die Flammen und ins Wachs. Überprüften mit großem Ernst, wie ein Bleistift reagiert, wenn man ihn zum Drehspieß macht. Oder wie sich ein Spekulatiusplätzchen verändert, wenn  man es der Flamme zum Fraß anbietet. Schütteten flüssiges Wachs von hie nach dort. Versauten ein wenig die Tische. Klemmten Räucherkegel zwischen Kerze und Glas. Waren gar nicht einfallslos. Und immer in Bewegung. Aber nicht böse. Die Sauerei am Ende war auch nicht besonders groß. Da habe ich schon Schlimmeres erlebt.

Und eine Schachtel Lebkuchen ist auch noch übrig geblieben. Haltbar bis Mai 2013. Die werden wir in der ersten Schulwoche des neuen Jahres verdrücken. Haben wir schon ausgemacht. Muss bloß noch jemand daran denken, dass und wo wir sie verstaut haben.

Dornröschenschlaf

Ich muss es leider zugeben: Die einzige Konstante hier ist der Dornröschenschlaf, in den ich immer wieder verfalle, nachdem ich etwas von mir gegeben habe.
Was also tun?
Ach, vielleicht zur Abwechslung mal wieder etwas posten, was über MANCHMAL SCHAUEN SIE SO AGGRO geschrieben wurde.
Thüringen Kulturspiegel empfiehlt, das Buch unter den Weihnachtsbaum zu legen, und zwar mit folgender Empfehlung:

38 Jahre als Lehrerin – dafür braucht es eine gehörige Portion Enthusiasmus, Energie und vor allen Dingen richtig viel Humor. Die passionierte Hauptschullehrerin Hildegard Monheim zeigt, wie man sich als Pädagoge zwischen gelangweilten Schülern, überforderten Eltern und ausgebrannten Kollegen das Lachen bewahrt.
„Ich gebe mir wirklich Mühe, nichts Unüberlegtes rauszulassen. Ich versuche, mich sozusagen selbst an die Kandare zu nehmen. Im Hinterkopf einen kleinen Aufpasser zu haben, der mich stets ermahnt: Würdest du auch so reden, wenn die Eltern des Schülers mit im Raum wären? Würdest du das auch sagen, wenn ein Kollege hospitieren würde? Würdest du so vom Leder ziehen, wenn der Schulrat anwesend wäre? Manchmal ist der Aufpasser erfolgreich. Manchmal bin ich schneller als der Aufpasser. Und manchmal schicke ich den Aufpasser in den Urlaub. Es heißt doch immer, man soll authentisch sein beim Erziehen. Und – Himmel, Arsch und Zwirn – das bin ich!“
Auf chaotische Klassen, überforderte Lehrer, desinteressierte Eltern und aggressive  Schüler bereitet ein Pädagogik-Studium nicht vor. Kaum einer wertschätzt die  Doppelbelastung als Lehrer und Sozialarbeiter. – Ein ehrliches Buch; nicht nur Pädagogik-Studenten zu empfehlen.

Danke, lieber Kulturspiegel!