Endspurt!

Puh, gegen Ende des Schuljahres ist immer wieder so viel los (was man ja auch daran sieht, dass ich einen ganzen Monat hier geschwiegen habe).
Immer wieder bin ich überwältigt, wie mir die Zeit in diesen letzten Schulwochen zwischen den Fingern zerrinnt. Lehrerstress, Termine, Termine, Termine – und immer wieder auch Schülerkummer wegen schulischer Misserfolge! Gerade den nehme ich sehr ernst – und oft auch mit nach Hause.
In einem werde ich mir immer sicherer: Wir müssten VIEL mehr auf das schauen, was da ist und nicht auf das, was fehlt.

WEG VON DER DEFIZITORIENTIERUNG!

Es wäre doch für einen Schüler (und auch für die Gesellschaft) viel hilfreicher, wenn die Schule ihr Hauptgewicht darauf legen würde, ihm zu zeigen, was er KANN und ihn in diesen Bereichen dann auch fördert. Anstatt immer wieder zu bestätigen, dass er in Mathe eine Pflaume oder in Rechtschreiben ein Totalausfall ist.

Würde mich über Meinungsäußerungen freuen – hier als Kommentar oder gerne auch in Mail-Form.

Ein Gedanke zu “Endspurt!

  1. Dem stimme ich vollkommen zu liebe Frau Monheim!
    Nach meiner Erfahrung wissen Kinder und Jugendliche sehr genau, was sie nicht können… doch vor lauter Scham und Angst, wieder bloß gestellt zu werden vermeiden sie, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen!
    Übrigens wissen das ja Erwachsene auch, doch sie verfügen über viel mehr Möglichkeiten und akzeptablen “Ausreden” diese Defizite zu meiden oder zu überspielen. Im Idealfall ergreifen wir doch einen (selbstgewählten) Beruf, der unseren Stärken entspricht, damit wir den “Schwächen” aus dem Weg gehen können.
    Doch wenn wir Jugendlichen nicht erlauben ihre Stärken zu entwickeln und diesen egal in welchem Berech – Be-Achtung und Aufmerksamkeit schenken, woher sollen sie dann wissen, in welchem Beruf sie sich erfolgreich entfalten und verwirklichen können? Warum kommt es heute so oft zum Burnout? Es ist nicht nur der hohe Leistungsdruck, es ist auch die Tatsache, dass wir uns mit Themen beschäftigen, die uns nicht wirklich liegen, oder Spaß machen!

    Wie sähe wohl unsere Gesellschaft aus, wenn wir das tun könnten, was uns Freude bereitet?… Kritiker – ich hör sie schon – kommen mit dem Spruch “Das Leben ist eben kein Ponyhof…. Wo kämen wir da hin?… Wer würde dann das tun, was keiner mag?…”

    Ja, für mich wäre es einen Versuch wert! Wo kämen wir da wohl hin? Gäbe es wirklich etwas, was KEINER mag? Ein Ponyhof ist das Leben ja zum Glück nicht… (ich mag Pferde nicht so besonders ;) ) – aber es ist wunderschön, wenn ich es gestalten darf! Wenn ich mich für entwas einsetzen kann, was mir wichitg ist… dann fahre ich zu Höchstformen auf!

    Fangen wir gemeinsam mit Hildegard Monheim und so vielen anderen engagierten Lehrern und Pädagogen an… oder machen wir weiter: HIN ZUR STÄRKENORIENTIERUNG!!! Sehen wir, was wirklich wichtig ist! Tun wir das, was unser Herz sagt, auch wenn das “System” oft anderer Meinung ist….
    Denn: Wo kämen wir hin, wenn jeder kritiklos alles abnickt und einfach mitspielt, ohne nachzudenken?

    Auf in eine wundervolle Zukunft!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

*