Endspurt!

Puh, gegen Ende des Schuljahres ist immer wieder so viel los (was man ja auch daran sieht, dass ich einen ganzen Monat hier geschwiegen habe).
Immer wieder bin ich überwältigt, wie mir die Zeit in diesen letzten Schulwochen zwischen den Fingern zerrinnt. Lehrerstress, Termine, Termine, Termine – und immer wieder auch Schülerkummer wegen schulischer Misserfolge! Gerade den nehme ich sehr ernst – und oft auch mit nach Hause.
In einem werde ich mir immer sicherer: Wir müssten VIEL mehr auf das schauen, was da ist und nicht auf das, was fehlt.

WEG VON DER DEFIZITORIENTIERUNG!

Es wäre doch für einen Schüler (und auch für die Gesellschaft) viel hilfreicher, wenn die Schule ihr Hauptgewicht darauf legen würde, ihm zu zeigen, was er KANN und ihn in diesen Bereichen dann auch fördert. Anstatt immer wieder zu bestätigen, dass er in Mathe eine Pflaume oder in Rechtschreiben ein Totalausfall ist.

Würde mich über Meinungsäußerungen freuen – hier als Kommentar oder gerne auch in Mail-Form.

Ein schöner Artikel über meine Lesung in Arnstorf

Schulautorin Hildegard Monheim in der Realschule Arnstorf zu Gast.

Veranstaltungen

Zahlreiche Eltern, Lehrer, und Schüler waren begeistert von der Abendveranstaltung der Schulautorin Hildegard Monheim, als sie in der Aula der Realschule Arnstorf mehrere Kapitel aus ihrem neuen Buch “Manchmal schauen sie so aggro” vorgetragen hatte.

Herr Jürgen Böhm, Direktor der staatlichen Realschule in Arnstorf, begrüsste herzlich die Zuhörer, und machte darauf aufmerksam, dass man durch die heutige “Buchlesung” erstmals Neuland betrete und man sehr gespannt auf die Reaktion sei. Ausserdem begrüsste er Frau Marion Winter, Landtagskandidatin im Landkreis Rottal/Inn und Herrn Peter Schmid von der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in Niederbayern und dankte für deren Idee einer Autorenlesung, für die Kontaktaufnahme mit Frau Monheim und für die generelle Unterstützung dieser Veranstaltung.

In 33 Erzählkapitel ihres im Jahr 2012 verfassten Buches vermittelt Hildegard Monheim ein aufrüttelndes Bild von gestressten Lehrern, schwierigen Kindern und überforderten Eltern. Bissig, ironisch und doch immer wieder positiv, versöhnlich und lösungsorientiert stellt sie die allseits bekannten Schwierigkeiten im Schulalltag in Bayern dar.

Viel Kopfnicken und zustimmendes Lächeln konnte man bei den Besuchern sehen. Nicht zu unrecht wurde Frau Monheim vor wenigen Monaten zu Reinhold Beckmanns ZDF Talkshow eingeladen, wobei sie das heutige Bildungsystem in Deutschland anhand ihres neuen Buches kritisch beleuchtete.

Nach einer launigen und gleichzeitig sehr feinsinnig vorgetragenen Lesung von Ausschnitten aus ihrem eigenen Schulalltag rief die Autorin die Zuhörerschaft auf, mit ihr zusammen den Dialog zu suchen. Der Abend gestaltete sich daraufhin sehr kurzweilig und spannend, da Frau Monheim als langjährig erfahrene Mittelschullehrerin den vielen Fragen der Zuhörer sehr kompetent Rede und Antwort stand und wertvolle Hinweise zu einem erfolgreichen und gelungenen Lernen in der Schule geben konnte.

Es wurde von den Zuhörern generell hinterfragt, was die kritischen Punkte des heutigen Schulalltags wohl sind? Immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund haben Eltern, die der deutsche Sprache nicht genug mächtig sind, um ihren Kindern bei ihren Hausaufgaben wirksam helfen zu können. Immer mehr Kinder werden allein gelassen nach dem Ende der Halbtages-Schule durch die oft dringend notwendige Berufstätigkeit beider Elternteile. Immer mehr Kinder leiden ebenso unter der nachlassenden Verfügbarkeit der Grosselterngenerationen. Immer mehr Kinder verbringen immer mehr Zeit in der virtuellen Welt der unbegrenzt erscheinenden neuen Medien. Notebooks, Tablets, Handys, Smartphones, TV Kanäle und soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter konkurrieren immer mehr mit dem seit 50 Jahren genormten Bildungsauftrag der Schule.

In den Diskussionen wurde deutlich, wie schnell sich die Jugend und auch die erwachsene Gesellschaft in den nächsten Jahren durch die neuen Medien weiter verändern wird. Gerade die jungen Menschen werden die neuen Möglichkeiten des Internet ohne Einschränkungen nutzen wollen. Die Schule, ob nun staatlich oder privat, muss sich diesen Veränderungen stellen, um ihre Attraktivität und ihre Vorbildfunktion in der Gesellschaft zu sichern.

Nach zwei kurzweiligen Stunden war man sich einig, wie wichtig eine gute Beziehung des Lehrers zu seinen Schülern ist, und wie notwendig eine pädagogisch moderne und nachhaltige Lehrerausbildung für die nächsten Schülergenerationen sein wird.

Zum Abschluß der Veranstaltung konnten die Zuhörer noch Autogrammkarten von Frau Monheim erhalten und ein von der Autorin persönlich signiertes Buch kaufen.

 

 

Und dann auch noch Lesungen vor SchülerInnen

Pfingstferien schon wieder fast vorbei, aber endlich Schwung genug, mal wieder eine kleine Rückschau zu halten.

Ich war nämlich vor den Ferien zu Lesungen vor SchülerInnen geladen, genau genommen vor Neunt- und Zehntklässlern zweier Ingolstädter Gymnasien. Ich gebe ehrlich zu: Sicher war ich mir nicht, ob die die AGGRO-Hildegard gut finden.

Hat dann aber doch richtig Spaß gemacht – mir zumindest.

Inzwischen hat mich der Bericht einer Schülerin erreicht, die unter den Zuhörern war. Und das klingt ganz so, als sei der Spaß “beidseitig” gewesen:

Mittlerweile sind Frau Monheims Zuhörer schon wacher, denn man kann sich als immer-müder Schüler schon mit dem Beispiel identifizieren. Als sie dann auch noch berichtet, wie verschieden sich Schüler verhalten, wenn sie zu spät zum Unterricht erscheinen, fallen leise schon die ersten Namen und es wird viel und laut gelacht. „Es war Montagmorgen und ich sah mir meine facebook-Startseite an. Einer meiner Schüler postete: Scheißschule. Ich will da nicht hin. Fast hätte ich auf „Gefällt mir“ gedrückt!“ Mit diesem Satz aus ihrem Buch lässt Frau Monheim eine Bombe platzen, die ihr Publikum in Gelächter ausbrechen lässt. Denn jeder kennt das Gefühl. Am Ende der Autorenlesung stellen viele, mittlerweile begeisterte, Schüler noch Fragen, die ebenfalls alle beantwortet wurden. Hildegard Monheim setzt sich wieder und holt Autogrammkarten heraus. Auch, wenn vor etwa 45 Minuten noch jeder darüber gelacht hat, muss man lange anstehen, damit man noch ein Autogramm bekommt, denn durch ihren Witz und die gleichen Erfahrungen, wie die der Schüler, hat Hildegard Monheim jeden zum Lachen gebracht und daran erinnert, dass Lehrer auch nur Menschen sind. Wenn auch manchmal etwas komische.

Danke an die Autorin! Hat mich sehr gefreut.
(Ach ja, der nächste Montag kommt bestimmt! ;-) )

Das gibt’s doch nicht, …

… dass ich mich hier schon wieder so lange nicht sehen … äh … lesen lassen habe!

Ich hab nicht dran gedacht. Ich hatte zu viel zu tun. Ich hab’s mir vorgenommen, aber dann doch nicht gemacht. Ich hatte den Kopf woanders. Ich hatte Kreuzschmerzen. Die Schule hatte mich voll im Griff. Neue Schreibprojekte hatten mich voll im Griff. …

STIMMT ALLES!

Aber jetzt sind erst mal Ferien. Ja, in Bayern haben wir Pfingstferien!
Und wieder einmal befinde ich mich in der ERSTEN Ferienhälfte :-D . Wie sich das anfühlt, kann man auf S. 253 lesen. Was ich da alles mache, in Kürze hier. Hoffe ich. Weil ich ja ganz viel Zeit habe. Nur jetzt nicht mehr. Jetzt muss ich nämlich weg – sorry! Bis bald! Bitte wiederkommen!

Diesmal in Nürnberg!

Natürlich soll mein Blog kein reiner Veranstaltungskalender und schon gar keine reine Werbeplattform werden, ABER hinweisen muss ich jetzt einfach drauf:

Am Freitagabend, 3. Mai 2013, lese ich nun
in Nürnberg
im Deuerlein Buch Wein Caffè Tom Deuerlein, Lorenzer Str.33 (5 Min. vom Bahnhof!)
um 19 Uhr

Wäre schön, wenn ich auch Blog-Besucher “in echt” treffen würde! :-)

 

2. Suhler Lesenacht

So eine schöne Reaktion auf die Eröffnung der 2. Suhler Lesenacht:

Vor allem möchte ich mich nochmals ganz herzlich für Ihr Kommen nach Suhl bedanken. Sie haben uns und den Suhlern mit Ihrem Buch und der Lesung einen gelungenen Auftakt zur Lesenacht geboten. Sie haben es sicher auch an der Resonanz des Publikums erkennen können, dass der Funke übergesprungen ist und Sie – zwar in einer äußerst unterhaltsamen Form – mehr als pure Unterhaltung bieten können. Vielleicht hat sogar Ihr Auftritt dazu beigetragen, dem Lehrerberuf etwas mehr Hochachtung zu zollen. Ihnen gebührt diese auf jeden Fall!!! 

Auch mir hat es viel Freude in Suhl gemacht. Und dass weit über 100 Menschen zur Lesung kamen – einfach wunderbar!

 

Lesungen – der neueste Stand

Jetzt hätte ich beinahe vergessen, die Liste meiner Lesungen zu aktualisieren.
Hier also:

12.04.2013: Suhl (Thüringen) - 2. Suhler Lesenacht, Stadtbücherei Suhl, 19 Uhr
03.05.2013: Nürnberg - Deuerlein Buch Wein Caffè, 19 Uhr
07.05.2013: Ingolstadt – Ingolstädter Literaturtage, zwei Schullesungen, vormittags
21.10.2013: Weißenhorn
28.10.2013: Lübbecke
30.10.2013: Halstenbek/Hamburg
31.10.2013: Schwalbach am Taunus

Vielleicht sieht man sich. ;-)

 

 

Wie im Zeitraffer: Ferien vorbei!

Wenn die Ferien auch schneller denn je vergangen sind (Liegt das wirklich am Alter, dass die Zeit so rast oder packe ich einfach immer mehr in die Tage?), so muss ich doch sagen, dass ich mich nach wie vor über gewisse Beckmann-Nachwehen freuen kann.
Ein paar wirklich schöne, fruchtbare Kontakte, die bis heute und hoffentlich noch sehr, sehr lange halten!

Deshalb:

  1. Wer Beckmann nicht gesehen hat: Die Mediathek stellt die Sendung noch immer wunderbar zur Verfügung.
  2. Wer Lust auf Austausch zum Thema “Schule” hat: Bitte an mich schreiben – hier als Kommentar oder als Mail übers Kontaktformular. Ich reagiere auf jeden Fall. Und ich freu mich, auch auf jeden Fall. :-)

Danke an alle, die sich die Mühe der Kontaktaufnahme machen!

Beckmann-Nachlese UND Ferienbeginn!

Nun sind schon wieder viele Tage seit der Sendung vergangen und ich freue mich noch immer über die zahlreichen Reaktionen, die mich seither erreicht haben – “in echt”, per Mail oder hier als Kommentar. Danke!
Irgendwie trage ich jetzt die Hoffnung in mir, all diese Menschen, die ähnlich denken und in eine ähnliche Richtung arbeiten, können gemeinsam etwas bewirken.

Und außerdem ist heute mal wieder ein ERSTER FERIENTAG. Wer wissen will, wie ich mich fühle, dem sei – gänzlich unplump ;-) – MANCHMAL SCHAUEN SIE SO AGGRO empfohlen. Da kann man das nachlesen. Siehe S. 252 ff.

 

Nach Beckmann

Hab gestern selbst erst – zu später Stunde – die Aufzeichnung gesehen. Kann sich keiner vorstellen, wie “aufregend” sich das für mich anfühlte: Hab ich immer richtig (re)agiert, hab ich mich und meine Anliegen angemessen eingebracht, sind wenigstens ein paar der wichtigen Themen diskutiert worden …?

Meine Bilanz bis jetzt: Natürlich hab ich so vieles nicht gesagt, vielleicht auch nicht sagen können, was mir wichtig gewesen wäre.

Deshalb an dieser Stelle mal ein paar Fragen in die Runde:

  • Wie sieht’s denn aus mit dem kreativen Potential der Langeweile? Gibt’s für heutige Jugendliche so etwas noch? Oder wird – wie es MIR scheint – jeder Anflug davon medial erstickt?
  • Wie erleben andere die zwei Welten, von denen ich gesprochen habe und die in der Sendung wieder so deutlich wurden?
  • Was sollte ein erster Schritt in die richtige Richtung sein? Was also ist konkret zu tun – jenseits von Wahlkampfparolen und Schnellschüssen?

Mehr Zeit ist gerade nicht. Die Schule ruft. Fände es aber sehr erfreulich und sehr konstruktiv, wenn – ausgelöst durch die Sendung – hier bei mir diskutiert würde. Dies ist eine ausdrückliche Ermunterung. ;-)